Weiche Hebezeuge verstehen und sicher benutzen: Ein umfassender Leitfaden

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Die Grundlage für sichere und effektive Hebevorgänge liegt in der Auswahl der richtigen Hebezeuge. Die beiden großen Kategorien von Hebezeugen, nämlich harte und weiche, haben jeweils ihre eigenen Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. In diesem Artikel wird der Schwerpunkt auf weiche Hebezeuge gelegt und auf ihre Eigenschaften, ihren Nutzen, ihre spezifischen Typen und ihre Sicherheitsaspekte eingegangen.

Verständnis für weiche Hebezeuge

Weiche Hebezeuge, die für die Handhabung empfindlicher Güter konzipiert sind, ohne diese zu beschädigen, spielen in verschiedenen Hebeszenarien eine entscheidende Rolle. Diese Geräte sind besonders geeignet, um Lasten bei Hebevorgängen sicher zu greifen, und zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Flexibilität bei den Befestigungsmethoden aus. 

Rundschlingen, Gurtbandschlingenund Eye-Eye-Gurtbandschlingen veranschaulichen die Vielseitigkeit weicher Hebegeräte und können unabhängig oder zusammen mit harten Hebegeräten der Güteklasse 80 und 100 eingesetzt werden.

Ein wesentlicher Aspekt der Softhebegeräte ist die Einhaltung der harmonisierten Normen der europäischen Maschinenrichtlinie, die Qualität und Sicherheit gewährleisten. Diese Konformität zeigt sich im Farbcodierungssystem zur Kennzeichnung der maximalen Tragfähigkeit (WLL), das die Auswahl der Geräte vereinfacht und ein optimales Lastmanagement gewährleistet.

Detaillierte Übersicht über spezifische weiche Hebezeuge

Rundschlingen, die zu weichen Hebezeugen gehören, gibt es in zwei Varianten: mit oder ohne Seitennaht. Hebegurte mit Seitennaht bieten Steifigkeit, die Ladevorgänge wie das Gleiten unter einer Palette erleichtert. Nahtlose Hebegurte hingegen haben eine weichere Struktur, die eine breitere Kontaktfläche ermöglicht.

CE-gekennzeichnete Hebegurte sind ein Zeichen für Qualität und Sicherheit. Die CE-Kennzeichnung bescheinigt, dass das Gerät der europäischen Maschinenrichtlinie entspricht und gewährleistet seine Zuverlässigkeit bei Hebevorgängen.

Darüber hinaus entsprechen die mit EN 1492-1 oder -2 gekennzeichneten Hebegurte diesen europäischen Normen. Sie erfüllen nicht nur strenge Prüf- und Qualitätsanforderungen, sondern sind auch mit einem Farbcodierungssystem zur einfachen Identifizierung der WLL ausgestattet.

Richtlinien für die Verwendung weicher Hebezeuge

Bei der Verwendung weicher Hebezeuge steht die Sicherheit an erster Stelle. Die Benutzer sollten darauf achten, dass die Ausrüstung nicht an scharfen Kanten scheuert, plötzliche Rucke vermeiden, die zu Reibungsschäden führen können, und sicherstellen, dass der Innenradius der Hebeausrüstung mindestens so groß ist wie die Breite des Gurtbandes.

Die Kenntnis der WLL ist unerlässlich. Die WLL ist die maximale Last, die das Hebegerät sicher heben, aufhängen oder absenken kann. Die spezifische Anwendung des Hebegurts kann diese Grenze erhöhen oder senken, was die Notwendigkeit einer genauen Berechnung unterstreicht.

Schilder für den Austausch von weichen Hebezeugen

Die Inspektion der Ausrüstung und der rechtzeitige Austausch tragen wesentlich zur Sicherheit bei. Bei Rundschlingen ist eine umfassende Prüfung auf innere Unregelmäßigkeiten, Beschädigungen des Schutzgewebes oder unleserliche Etiketten erforderlich. Jede festgestellte Beschädigung erfordert einen sofortigen Austausch.

Bei Hebebändern und Hebebändern mit Ösen müssen die Unversehrtheit der Nähte und die Lesbarkeit der Etiketten überprüft werden. Ausrüstungsgegenstände, die Anzeichen von Abnutzung am Augenschutz, Kantenschäden oder Querschäden am Gurtband aufweisen, sollten aussortiert werden.

Richtlinien für sicheres Heben

Die Forankra-Leitlinien für sicheres Heben sind eine wertvolle Ressource für die Benutzer. Sie heben wichtige Faktoren hervor, um sichere Hebeszenarien zu gewährleisten. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jedes Hebegerät seine eigenen Betriebsanweisungen mitbringt. Das Verständnis und die Einhaltung dieser Maßnahmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung einer sicheren Arbeitsumgebung.